Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Freising
Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Freising

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Königlich privilegierte Feuerschützen-
gesellschaft

Schießstättstr. 2

85356 Freising

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Alles begann 1433

Früherer Name:
„Schützengesellschaft der fürstlichen Stadt Freising"

 

Seit 1806:
„Schützengesellschaft der königlichen Stadt Freising"

Seit 1868:
„Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft Freising"

Erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1433 in einer Chronik der Freien Reichsstadt Nürnberg, ein Gründungsdatum ist jedoch unbekannt. Die Freisinger Fürstbischöfe, die ehemaligen Landesherren, waren große Gönner der Gesellschaft.
 
Die Freisinger Schießstatt, schon auf dem Stadtbild von 1548 als „Schießhütt" vor dem Isartor abgebildet, hat große Tradition. Der Fürstbischof hatte als Landesherr in den Artikelbriefen (galt als Satzung) von 1511, 1585, 1655, 1717 und 1791 verschiedene Rechte eingeräumt. Dies waren Privilegien, wie die eigene Gerichtsbarkeit und Asylrecht auf der Schießstätt, der Zinnvortel, das Schankrecht und das Schollerrecht.
 
Das Schollerrecht erlaubte dem Pächter der Schießstattwirtschaft, als einzigem Wirt der Stadt, Spieleinrichtungen und Kegelbahnen zu betreiben. Spielen durfte man nur so lange geschossen werden konnte (bei Tageslicht). Damit war der Spielteufel in der Bischofsstadt bei Nacht gebannt.
 
Mit der Auflösung des Hochstiftes gingen auch der Gesellschaft die Privilegien verloren. Freising war nicht mehr Residenz und ist im Schatten von München zum Provinzstädtchen geworden.

Unsere Schießstatt ist eine Schenkung des Fürstbischofs Philipp und seit 1520 im Besitz der Gesellschaft.

 

 
Damals schossen die Stachelschützen vor dem Isartor, während die Pichsenschützen bis 1685 vor dem Münchnertor geschossen haben. Es ist reizvoll quer durch die Freisingische Schützengeschichte zu streifen.

Landadelige und auch Wittelbacher Prinzen lösten sich als Fürstbischöfe und Landesherren ab und waren so ganz nebenbei im Wettkampf glückliche und erfolgreiche Schützen.
 
So ein Beispiel zeigt die älteste erhaltene Ehrenscheibe von 1684. Diese gewann Fürstbischof Albert Sigismund, Herzog von Bayern. Sein Bildnis ist auch an unserer Schützenkette. Mit Armbrust und Feuerrohr schoss man auf beachtliche Entfernungen. 1579 mit der Pichsn auf 300 Ellen, etwa 195 Meter, die Jungschützen auf 125 Ellen, etwa 80 Meter.

1509 gewann der Freisinger Hans Müller in Augsburg das „erste Best". Dabei schössen die Armbrustschützen auf 316 Augsburger Werkschuh, etwa 100 Meter. Die Büchsenschützen auf 700 Augsburger Werkschuh, etwa 225 Meter. Freising, Haupt-und Residenzstadt des Hochstiftes, war eine bekannte Schützenstadt. Wie Chroniken aus anderen Städten beweisen, waren die Freisinger Schützen Gastgeber 1436, 1441 und besonders 1579. Damals regierte Herzog Ernst von Bayern als Fürstbischof und war als Teilnehmer mit der Armbrust, wie auch mit der Pichsn ein hervorragender Schütze. Sieben Wittelsbacher regierten als Fürstbischöfe in Freising und waren wie auch die anderen Regenten und Landesherren des Hochstifts, Gönner und Förderer ihrer Schützen.

Schon 1433 waren Freisinger Schützen zum Wettkampf in der Freien Reichsstadt Nürnberg zu Gast, wie wir aus einer Chronik von dort wissen. Auch heute noch nehmen Schützen unserer Gesellschaft an auswärtigen Wettkämpfen teil. So wie sie selbst gerne Gastgeber ist, wie 1965 beim Bundes- und Bezirksschießen mit insgesamt 3414 Teilnehmern.


Im großen Freisinger Schützenbuch von 1579 ist belegt, dass der Fürstbischof Ernst, Herzog von Bayern, bei dieser Reihe von Festschießen mit Armbrust und Feuerrohr ein erfolgreicher Schütze war. Als bayerischer Prinz hatte er den Münchner Schützen einen silbernen Falken gestiftet. Dieser befindet sich heute noch an der Schützenkette der HSG München. Dieser Wittelbacher war später Kardinal und Kurfürst zu Köln. Eine Tradition aus dem Mittelalter zieht durch 5 Jahrhunderte: Der „Sebastianitag" am 20. Januar ist schon im Jahrbuch von Stadtpfarrer Hans Plümel (1478-1495) eingetragen. Damals als Jahrtag der Stachelschützen (Armbrustschützen). In diesem Buch ist im Oktober, an St. Ursula, der Jahrtag der Büchsenschützen aufgeführt. Fürstbischof Albert Sigismund hat beide Gesellschaften zusammengelegt und so ist der Sebastianitag, Schützentag. Er beginnt mit dem Kirchgang und endet mit der Jahreshauptversammlung. Vom Ursulatag blieb in der Tradition das Kirchweih- und Endschießen, auf die Weitdistanzen 50m und 100m am 3. Samstag im Oktober.

Auch noch nach dem 2. Weltkrieg wurde in unserer Schießstatt auf 120m mit dem Feuerstutzen, 8,15x46 R, geschossen.
 
Heute schießen wir vom April bis Oktober, die Kleinkaliberentfernung 50m und 100m, mit der Randfeuerpatrone .221.f.B. (.22lang f. Büchsen). In den Wintermonaten wird die Luftgewehrsiziplin geschossen. Das Privileg heute: In der von König Ludwig II. an seinem Geburtstag am 25. August 1868 erlassenen „Allgemeinen Schützenordnung für das Königreich Bayern" verlieh er den Gesellschaften, die diese Ordnung als Satzung anerkannten, das Recht, „juristische Person", ohne Eintrag ins Vereinsregister.

 

Text: Franz Weidinger, Bruno Poschner, Fotos: Bruno Poschner

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